Einsatz von Flash im Personalmarketing

On Februar 1st, 2010, posted in: Blog by Thorsten zur Jacobsmühlen

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Bei einzelnen Kampagnen zur Unterstützung im Personalmarketing oder auch beim Aufbau von Microsites, wird heute ein multimediales Feuerwerk auf allen Social-Media- Kanälen abgebrannt. Wenn es passt, schlägt die Aktion eine kurzfristige, aber heftige Word to Mouth Welle.

Gerne werden dabei Flash Animationen eingesetzt. Diese Flashfilme sind klasse. Mit deren Hilfe lassen sich grafisch die schönsten Eindrücke vermitteln. Und weil das Auge auch beim Personaler mit isst, fällt die Entscheidung zur Umsetzung durch eine Agentur oft auch zu Gunsten des Flash Einsatzes. Beratungsunternehmen wie Accenture, haben sogar ganze Karrierewebsites mit Flash umgesetzt. Das kann aber bewirken, dass zukünftig nicht die gewünschten Resultate erzielt werden können.

1. Fakt Zukünftig sollte der Einsatz von Flash stark hinterfragt werden. Apple verzichtet bei seiner Hardware wie dem iPhone und dem iPad auf die Darstellungsfähigkeit von Flash-Anwendungen. Also praktisch alle Apple Produkte die man online mobil nutzt, werden kein Flash lesen können.

2. Fakt Auch Google tat sich bis vor kurzem schwer mit dem lesen von Flash. Die Inhalte wurden nicht indiziert, da sie nicht gelesen werden konnten. Das geht jetzt besser, ist aber immer noch nicht optimal.

3. Fakt HTML5 wird die bisherige Programmiersprache HTML4 ablösen. Dort hat man schon den Ersatz für Flash mit berücksichtigt. Man braucht also in HTML5 nicht mehr auf Flash zurückzugreifen, um multimediale Websiteinhalte darzustellen.

4 Responses to “Einsatz von Flash im Personalmarketing”

  • Henner sagt:

    Hallo Herr Jacobsmühlen,
    den Einsatz von Flash halte ich generell für sehr grenzwertig. Nicht immer hat der User die entsprechende Flashversion installiert (bzw. gar keinen Flashplayer), zudem ist es oftmals so, dass bei der Konzeption selbstverliebte Designer leider nicht auf die Größe der Seite achten und man mangels DSL 16000er Leitung leider auf dem Schlauch steht bzw. das Video gar nicht betrachten kann? Und dann? Zigtausende Euro Budget umsonst verschleudert, weil keiner sich das Machwerk anschauen kann und somit keine Bewerber generiert werden können… Leider traurige Realität. Beispiel für ein monumentales Flashwerk, welches leider nur mit sehr viel Geduld irgendwann betrachtet werden kann: http://www.probier-dich-aus.de/ Eins von vielen, das hier nur mal als Beispiel dienen soll. Und wenn schon Flash, dann bitte doch eine Alternativversion, die auch jemand ohne Flash betrachten kann. Oder gleich Javascript.
    Viele Grüße
    Henner Knabenreich

  • Hallo Thorsten, hallo Herr Knabenreich,
    das kann ich ehrlich gesagt so nicht stehen lassen. Sicherlich ist die Entwicklung bei Apple zu beobachten – hier schieben sich Adobe und Apple momentan ggs. den schwarzen Peter zu – aber ohne Flash geht vieles, was wir inzw. als selbstverständlich im Web betrachten eben nicht oder nicht adäquat. Man zeige mir z.B. ein vergleichbar komfortbables Drag&Drop… Javascript als Alternative…? Bzgl. des Dateigrößenarguments ist zudem oft genau das Gegenteil richtig (man vergleiche hier mal ein Mov/Quicktime-Video – für das im Übrigen ebenfalls ein Extra-Player benötigt wird – mal mit einem FLV. Ich garantiere: Wer ein Video z.B. als Quicktime oder WMV auf die eigene Seite stellt, bekommt erheblich mehr Ärger mit Usern, die dieses nicht sehen können, weil sie den passenden Player nicht installiert haben. der Flashplayer hingegen ist i.d.R. Bestandteil des Browsers. Aber natürlich gilt hier: Mehr multimedialer Anspruch – größere Dateien. Wer Blue-Ray gucken möchte, dem reicht eine DVD auch nicht…
    Will denn wirklich jemand zurück zu den Zeiten, wo man alle Inhalte immer für alle möglichen Betriebssystem-Browser-Kombinationsmöglichkeiten gesondert entwickeln und testen musste? Jeder der z.B. mal mit der Erstellung barrierefreier Websites befasst war, weiß wovon ich rede.
    Bzgl. der Verbreitung von Flash und dem manchmal so schwungvoll vorgetragenen Argument, dass hierdurch "keiner" sich das anschauen kann, werfe man mal einen Blick auf die Fakten http://www.adobe.com/products/player_census/flashplayer/version_penetration.html. Das ist im Übrigen keine Eigenwerbung von Adobe, sondern wird bestätigt durch die Trackingtools wie Analytics oder eTracker.
    Und wo schon das Beispiel der Commerzbank genannt wird – es hat bereits eine hohe fünfstellige Anzahl an Personen daran teilgenommen und aus dem Usersupport ist EINE Rückmeldung dieser Art bekannt.
    Das Problem existiert m. E. nur – und wirklich nur – hinter den Firewalls in Unternehmen, aber ganz sicher nicht bei der Zielgruppe. Die verfügt in der Regel über eine ziemlich aktuelle Version des Flashplayers, oftmals ohne das Upgrade wirklich bemerkt zu haben.
    Viele Grüße
    J. Diercks

  • Noch ein kurzer Nachtrag: Aktuell kann man z.B. Youtube ohne Flashplayer nicht wirklich sinnvoll nutzen. Ob HTML5 dies ändern wird? Kann sein. Aber zur Zeit ist es def. noch so (http://www.macwelt.de/artikel/_News/369777/ohne_flash_youtube_probiert_html5_videos_aus/1). Und Youtube ist sicherlich "relevant"… Auch aus Personalmarketingsicht.

  • Hi Thorsten, wie gesagt steckt Dynamik in dem Thema. Offensichtlich eskaliert der Streit zwischen Apple und Adobe ja nun ein wenig (offene Briefe auf beiden Seiten…). Um hier ein objektives Bild zum Verbreitungsgrad und der verschiedenen Kritikpunkte an Flash zu bekommen lohnt ein Blick auf folgende Seite: http://www.adobe.com/choice/flash.html. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob Apple gut beraten ist, bei dieser Thematik auf stur zu schalten…

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